Vom Cloud-Native-Ansatz zur Cloud-Agnostik
Eine gewachsene Plattform bildet das Herzstück der Kundenprozesse.
Die CRM-Plattform von Douglas verarbeitet sämtliche Kundentransaktionen aus Online- und Filialgeschäft und bildet die Grundlage für Marketing- und Loyalty-Kampagnen. Architektonisch ist sie in Microservices aufgeteilt, die Funktionen wie Transaktionsverarbeitung, Bonuspunkteberechnung oder Datenbereitstellung übernehmen. 2024 fiel die strategische Entscheidung, die bestehende Infrastruktur von Microsoft Azure in die Google Cloud zu migrieren. Ziel war es, Kosten zu optimieren, Skalierbarkeit sicherzustellen und die Flexibilität für künftige Anforderungen zu erhöhen.
>>Wir haben eine sehr vielfältige Zielgruppe mit unterschiedlichen Bedürfnissen<<
Marc Rüsing, Direktor Marketing Performance bei der Douglas Group

Ausgangssituation für die Modernisierung der CRM-Plattform
Technologische Grenzen der bestehenden Infrastruktur machten eine Neuausrichtung erforderlich.
Douglas betreibt eine zentrale CRM-Plattform, die alle Kundentransaktionen aus Online- und Filialgeschäft verarbeitet. Sie bildet die Basis für Marketing-, Loyalty- und Vertriebsaktivitäten und versorgt zahlreiche interne Systeme mit relevanten Daten.
Mit zunehmender Systemkomplexität und wachsendem Datenvolumen stieß die bestehende Architektur an ihre Grenzen. Der Betrieb auf Microsoft Azure verursachte hohe Kosten und schränkte die Flexibilität bei der Weiterentwicklung ein. Um die Plattform zukunftsfähig und skalierbar zu gestalten, wurde 2024 die Entscheidung getroffen, die gesamte CRM-Infrastruktur in die Google Cloud zu migrieren. Damit sollte eine moderne, kosteneffiziente und anpassungsfähige Basis für die zukünftige Systemlandschaft geschaffen werden.
Herausforderungen bei der Migration der CRM-Plattform
Migration im laufenden Betrieb: technische Komplexität und hohe Anforderungen an Stabilität.
Die Cloud-to-Cloud-Migration bei Douglas erforderte eine enge Abstimmung zahlreicher Teams und Systeme. Der laufende Betrieb durfte zu keiner Zeit beeinträchtigt werden, während gleichzeitig zentrale Infrastrukturkomponenten neu aufgebaut wurden.
Cloud-agnostische Lösung für eine skalierbare Zukunft
Zentrale Architektur mit gemeinsamer Entwicklungsleistung von Douglas und evia.
Gemeinsam mit Douglas entwickelten wir eine cloud-agnostische Architektur, die den Betrieb der CRM-Plattform unabhängig von einem einzelnen Cloud-Anbieter ermöglicht. Ziel war es, alle zentralen Infrastrukturthemen – wie Logging, Monitoring, Messaging und Konfigurationsmanagement – in einer einheitlichen Abstraktionsschicht zu bündeln.
Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand eine modulare Lösung, die es erlaubt, Microservices flexibel und sicher in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen zu betreiben. Für die Umsetzung wurde ein gemeinsames Entwicklerteam aus evia-Architekt:innen und Douglas-Engineers zusammengestellt, das die technische Spezifikation, Implementierung und Integration der neuen Komponenten verantwortete.
Durch den Aufbau dieser zentralen Schicht konnten alle Services mit minimalem Anpassungsaufwand in die neue Umgebung migriert werden. Parallel wurde eine moderne Observability-Umgebung mit Instana, Grafana und Loki integriert, um eine durchgängige Überwachung der Systeme sicherzustellen. Die Lösung schuf damit die Basis für eine stabile, skalierbare und zukunftsfähige Infrastruktur.“
Vorteile der cloud-agnostischen Architektur
Mehr Flexibilität, geringere Kosten und eine zukunftssichere Infrastruktur.
Skalierbarkeit
Performance
Automatisierung
Durch die vereinheitlichte Abstraktionsschicht konnten redundante Prozesse reduziert und Deployments automatisiert werden. Die Architektur ermöglicht eine effizientere Nutzung von Ressourcen und senkt gleichzeitig die Betriebskosten deutlich.
Cloud-Flexibilität
Anbieterunabhängigkeit
Innovation
Die Lösung erlaubt den Betrieb der CRM-Plattform unabhängig vom Cloud-Anbieter. Dadurch kann Douglas flexibel auf Marktveränderungen reagieren, neue Technologien integrieren und die Weiterentwicklung der Plattform langfristig sichern.
Monitoring
Observability
Zuverlässigkeit
Mit der Einführung moderner Monitoring- und Logging-Tools wurde die Transparenz über Systemzustände erheblich verbessert. Fehlerquellen lassen sich schneller identifizieren, was die Stabilität und Verfügbarkeit der Services erhöht.
Teamkoordination
Standardisierung
Prozessklarheit
Die einheitliche Infrastruktur fördert die Zusammenarbeit zwischen Teams und reduziert den Abstimmungsaufwand. Standardisierte Prozesse beschleunigen zukünftige Deployments und vereinfachen die Skalierung neuer Services.
